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Zur allgemeinen Kenntnisnahme
R.U.GAY, 12.6.2004 14:29 MEZ


 
Die Alkoholkonzentration wird im Blut gemessen und in Promille angegeben. Dabei ist die Blutalkoholkonzentration sowohl von der aufgenommenen Alkoholmenge als auch von der gleichzeitig aufgenommenen Nahrung sowie von Geschlecht und Körpergewicht abhängig. Ferner spielt die Geschwindigkeit, mit der der Körper den aufgenommenen Alkohol abbaut, eine wichtige Rolle. Obwohl der Alkoholspiegel nach Zufuhr einer bestimmten Trinkmenge starken individuellen Schwankungen unterliegt und somit nicht exakt voraussagbar ist, lässt sich dennoch folgende Faustregel formulieren: Ein etwa 70 kg schwerer Mann hat nach einem Liter Bier oder einem halben Liter Wein einen Blutalkoholspiegel von ca. 0,5 Promille. In der Regel ist bei dieser Konzentration die Kritikfähigkeit bereits herabgesetzt, Hemmungen und allgemein gültige Verhaltensnormen werden leicht überwunden. Bei Blutkonzentrationen von 0,5 Promille ist die gesetzliche Grenze der Fahrtüchtigkeit erreicht, bei Werten über 2 Promille entwickeln sich starke Rauschzustände, die bei steigender Konzentration in Bewusstlosigkeit mit Atemlähmung und Tod übergehen können.

Beim Alkoholrausch treten weiterhin verminderte Denk- und Reaktionsfähigkeit, Koordinationsstörungen beim Sprechen und Gehen, Doppeltsehen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Schwäche, Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Drehschwindel, schwacher und schneller Puls und Untertemperatur auf. Die psychischen Auswirkungen sind individuell und je nach Grad der Trunkenheit verschieden: von Euphorie, guter Laune, Aggression und Selbstüberschätzung bis Trägheit, Müdigkeit oder depressiver Stimmung. Von Alkoholismus spricht man, wenn jemand länger als ein Jahr große Mengen Alkohol konsumiert, die Kontrolle über den Alkoholkonsum verloren hat und dadurch körperlich, psychisch und sozial geschädigt wird. Körperliche Langzeitschäden sind z.B. schwere chronische Magen- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Fettleber und Leberzirrhose, Hirn- und Nervenschäden, Blutbildveränderungen, Augenerkrankungen, Zittern, Schlafstörungen und Impotenz. Typische psychische Symptome sind Wesensveränderungen, Psychosen und Halluzinationen.

1 Kommentar (< 6147 T)


mage, 13.6.2004 13:50 MEZ

Ach, wenn wir das nur gestern schon gewusst hätten.


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