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Samstag morgen um halb 4
schwarzerkaffee, 7.6.2004 12:41 MEZ

Liebe Natwi-Mitspinner

Ich möchte an dieser Stelle eine kleine Geschichte erzählen, die vielleicht den plötzlichen Sinneswandel unseres Kollegen hinsichtlich alkoholischer Getränke und Feste erklärt. Letzten Samstag habe ich mich aufgrund größerer Bedenken die allwochenendliche Intoxikation betreffend entschlossen einen gemütlichen Fernsehabend zu machen und früh zu Bett zu gehen. Dieses löbliche Vorhaben wurde leider von zwei Individuen, deren Namen aus reputatorischen Gründen geheimgehalten werden soll, vereitelt. Es klingelt doch tatsächlich um halb vier Uhr morgens das Mobiltelefon und schreckt mich aus meinem wohlverdienten Schlafe, den ich mir aufgrund schwerer Forschungsarbeit am Sonntag in ausreichendem Maße zu gönnen gedachte, und am Display drängt sich der Name eines frisch gebackenen Dipl.Ing. auf. Ich, in meinem unbegrenzten sozialen Pflichtbewußtsein, nehme das Gespräch entgegen und erfahre dass sich oben genannter R.G. aus I. mit einem weiteren Mathematik-Diplomant (nicht-konvexe Halbgruppen, Betreuer: O.Scherzer) auf einer zünftigen Sauftour durch IBK befinden und meine Anwesenheit bei diesem Event erwünschen. Ich lehne dankend ab und setze meinen nun schon nicht mehr ganz so erholsamen Schlaf fort. Ich lasse mich durch weiteres penetrantes Klingeln nicht aus der Ruhe bringen und schlummre wieder ein. Wenig später schrecke ich auf, geweckt von tanzenden Sillhouetten auf meinem Balkon. Es ist 4 Uhr Früh. Ich fürchte mich. Doch unnötig war die Sorge, jene zwei Gestalten, die sich doch ach so gerne dem Suf hingeben, erklommen mühselig meinen Balkon um mich mit ihrem feuchten Freuden (?) zwangszubeglücken. Ich versuchte durch demonstratives Schlafvortäuschen die 2 armen Trunkenbolde zu zermürben doch was soll ich sagen. Es war vergeblich. Resigniert öffnete ich meine Tür und gewährte den armen Teufeln Einlass in mein bescheidenes Heim. Oh weh und ach, welch ein Fehler, sie waren ausgestattet mit Feurerwasser, das der Belzebub höchstpersönlich gepanscht zu haben schien, so scheußlich und wiederwärtig war der Geruch des Gesöffs. Doch ohne mit den noch sehenden Augen zu zwinkern schütteten sich diese zwei jungen Burschen ein Glas nach dem anderen in den Rachen, bis sie die Kontrolle über die deutsche Muttersprache verlohren und ihre Koordination an tanzende, behinderte Quallen erinnerte. Meine Freunde, es war schrecklich. Gegen halb sechs Uhr früh beschloss ich in meinem und ihrem Interesse diesem abstossendem Schauspiel ein Ende zu bereiten und verwies die beiden sabbernden Lappen aus meiner Behausung. Ich konnte danach nur schwer weider einschlafen so verwirrt und besorgt wie ich war und noch heute sitzt mir der Schrecken tief in den Knochen. Auch Matz hat von diesem Schauspiel erfahren und daher rührt sein Aufruf: "Brot statt Obstler!"
Wir danken Herr Fuchs für sein Verständnis.

4 Kommentare (< 6158 T)


Noch einer., 7.6.2004 13:15 MEZ

Einfach nur erschreckend, schockierend und grausig, welch Szenen sich in unserer nach außen hin friedfertige Alpenstadt abspielen.


ein freund - aussenstehend, 7.6.2004 13:13 MEZ

wahrscheinlich hat der autor diese ganze geschichte nur getraeumt oder er hat sie im fieberwahn zusammenfantasiert. ausserdem ist sein alkoholproblem insidern hinlaenglich bekannt, ich will aber aus gruenden der fairness nicht weiter darauf eingehen.


weiterer Außenstehender, 7.6.2004 13:05 MEZ

Demagogisches Geschwafel.


woedmasta, 7.6.2004 12:46 MEZ

die ganze geschichte scheint mir - als voellig unbeteiligem aussenstehenden - masslos uebertrieben.


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