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Wissen nicht ohne den Wirt
dr.e, 13.12.2013 15:59 MEZ


 
Nachdem bereits im Jahr 2011 eine Verringerung der weltwissenschaftlichen Dynamik von einer Wachstumsrate von rund 5 auf 4% festzustellen war, ließ die Expansionskraft im Jahr 2012 weiter
nach. Die Weltwissenschaftsleistung erhöhte sich um nur mehr 3%. Während die Volkswissenschaften Asiens lediglich an Schwung verloren, setzte sich die Rezession im Euro-Raum fort. In den USA verstärkte sich das Wachstum zunächst im Jahresdurchschnitt, jedoch machte sich auch dort gegen Jahresende eine wissenschaftliche Schwäche bemerkbar.
(http://www.bmwfj.gv.at/Wirtschaftspolitik/Wirtscha[...])

Für Österreich bahnt sich mit der neuen Regierung und der wohlweislichen Fusion der Kernkompetenzen Wirt- und Wissenschaft jedoch eine wesentlich veränderte Dynamik hin zur totalen Bornierung und Subordination der Geistesdinge unter das Joch monetär dominierter Entscheidungsfindung an.

http://derstandard.at/1385170983183/Wissenschaft-d[...]

5 Kommentare (< 1340 T)


mag.di.e, 20.12.2013 13:06 MEZ

http://derstandard.at/1385171744160/Kann-keine-int[...]

"Mitterlehner: Die Proteste sind selbstverständlich legitim, nur geht's um eine bestimmte Symbolik, und da ist konkrete Politik eine Gegenantwort. Das erfordert eine entsprechende Einstellung aller Betroffenen und natürlich auch einen gewissen Zeitfaktor."

"Mitterlehner: Wir haben uns da schon festgelegt, und die Symbolik wird der Wissenschaft insofern Priorität einräumen, als es ziemlich sicher Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft heißen wird, wobei das noch gesetzlich beschlossen werden muss. Ich hoffe, dass alle Beteiligten mit dieser Reihenfolge leben können. Wenn jemand will, kann er in der Abkürzung BMWFW auch Wirtschaft voranstellen, dann hat er auch als Wirtschaftsvertreter kein Problem."

Er sieht sich also offenbar nur symbolisch als Wissenschaftsminister in seinem BMW(FW). Vielleicht können wir ja auf die eine oder andere symbolische Geste hoffen.


Ritter zur Fachhochschule unserer lieben Mutter, 18.12.2013 16:07 MEZ

Nach der erfolgreichen sowie einigen geplanten Schliessungen von Universitäten in Deutschland, etwa in Magdeburg, erkämpfte nun unsere Elitetruppe im politischen Rahmen einen weiteren grossen Sieg. In einem tapferen Sturmlauf wurde das Wissenschaftsministerium in der Ostmark mit fester Entschlossenheit zerschlagen. Etwaige Reste wurden dem Wirtschaftsministerium einverleibt. Minister rücken nun mit der Einführung eines WIFI Doktorats sowie mit soft-skill Studiengängen in Planform auf die Verbleibenden Universitäten vor. Proteste zerschellen an der unerschütterlichen Gleichgültigkeit von Studenten sowie Mitarbeitern und entscheidenden Instanzen. Unermüdlich arbeitet die Wirtschaftsmaschinerie am Endsieg unserer FHs über die Universitäten.


mag.di.e, 15.12.2013 20:11 MEZ

WIFI Slogan: "Wissen für die Wirtschaft."


mag.di.e, 13.12.2013 17:16 MEZ

Und was schreibt mir grad der Herr Bodenseer von der WK unter dem Titel "Unternehmen Österreich"?!

"Beispiel Wissenschaftsministerium: Wir leben in einer Wissensgesellschaft, in der ständige Weiterentwicklung erforderlich ist. Erfolgreiche Betriebe setzen auf Innovationen und richten dafür eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ein. Auf Staatsebene entspricht das einem Wissenschaftsministerium. Dieses wurde trotz der Führung durch den hochqualifizierten und allseits geschätzten Bundesminister Karlheinz Töchterle völlig unverständlich aufgelassen."

Tiroler Bundesgenossentum zählt also doch noch mehr als wirtschaftliche Allmachtsfantasien? Na dann ist die Welt ja noch in Ordnung.


r.u.gay, 13.12.2013 16:08 MEZ

Hell yeah!


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